Weinfest Meran (Südtirol) 10.-11.10.1987

 

Aus der Chronik:

Großes Weinfest in Meran steht am 10. und 11. Oktober auf dem großen Terminkalender, der immer im Porbelokal an der Wand aufgehängt ist. Schon einige Tage vorher reiste unser Obmann (Sieghard Haller) ins Südtirol, um einige organisatorische Arbeiten zu verrichten.

Bei prächtigem Wetter wird am 10. Oktober vormittags in Pinswang abgefahren. Mit dabei auch einige Musikantengattinen und –freundinnen, sowie unser Pfarrer Pater Angelus, selbst südtiroler Landsmann mit seiner Haushälterin Rosa, der sich sichtlich freute, einmal mit uns in seine frühere Heimat zu reisen. Diese Ausrückung ist zugleich der heurige Musikausflug. Nach einer leiblichen Stärkung im „Oberland“ verlassen wir die heimatlichen „Lande“ und sofort ab der Brennergrenze übernimmt unser „Hochwürden“ die Führung. Er erweist sich als ausgezeichneter Kenner des Landes um Etsch und Eisack.

Gegen Abend sind wir dann in St. Pankraz im Ultental, dem Geburtsort von Pater Angelus angekommen und werden von dessen Bruder, der für die Quartiere verantwortlich ist, willkommen gehe3ißen. Das Wetter hat sich allerdings ziemlich verschlechtert und lässt für den nächsten Tag nichts Gutes erwarten. Der gesellige Abend wird dann von der „Tutten-Band“ musikalisch umrahmt.

Am nächsten Tag Abfahrt nach Meran bereits bei strömendem Regen. Nach der Mittagspause muß ernsthaft überlegt werden, ob überhaupt am Festzug teilgenommen werden soll. Doch die Mehrzahl der Musikanten ist für eine Teilnahme. Nach dem „Abtropfnen“ der Trachten und einem wohlverdienten Schluck Kaffee wird schließlich wieder die Heimfahrt angetreten, mit der Erkenntnis, dass es auch im Südtirol hin und da schlecht Wetter gibt, besonders bei einer Föhnlage, wie in diesem Falle.

 

In der Südtiroler Zeitung DOLOMITEN titelte damals: „Das Herbstfest unterm Schnürlregen. Mit Schirm, wenig Charme und nassen Füßen: Trotzdem Tausende von Zuschauern“.

Musikkapelle

Pinswang

Fayl-la-Forêt (Frankreich) 12.—15.7.1991

 

Aus der Chronik:

Erstmals in der Vereinsgeschichte ergibt sich die Möglichkeit, von der Fremdenverkehrswerbung einen mehrtägigen bezahlten Ausflug nach Frankreich zu unternehmen.

Aufgrund der Absage der MK Weißenbach (zu viele Ausfälle) wird die MK Pinswang für diese Reise „nominiert“. Start ist Freitag der 12. Juli mit dem Busunternehmen Zoller. Mit dabei auch drei Aushilfen von Nachbarkapellen— Karlheinz Scheiber (Bariton, MK Reutte), Markus Schütz (Posaune, MK Musau) sowie Jürgen Zotz (Horn, MK Musau).

Am Ankunftsort wird dann die Pinswanger „Reisegesellschaft“ bei verschiedenen Familien einquartiert. In den folgenden Tagen stehen sehr beeindruckende Auftritte auf dem Programm—Umrahmung eines Gottesdienstes, Unterhaltungskonzert, sowie ein großer Festzug (frz. Nationalfeiertag), bei fast ungewöhnlich hohen Sommertemperaturen.

Auch verschiedene Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten (Hospice de Beaune—“Hôtel Dieu“, Die größte Kellerei der Bourgogne „Patriarche Pére et Fils“ in Beaune, Dijon, u.v.m.) kommen nicht zu kurz.

Sehr von Vorteil erweisen sich die französisch Sprachkenntnisse unserer Marketenderin Michaela Zotz, um sich mit den—übrigens sehr gastfreundlichen—Menschen dieses Landes besser verständigen zu können. Mit vielen Eindrücken von den Lebensgewohnheiten der Franzosen im Gepäck, wird am Montag, den 15.7. wieder die Heimreise angetreten. So mancher mit etwas erhöhtem Körpergewicht aufgrund der überaus üppigen und zeitaufwändigen Mahlzeiten der vergangenen Tage. Aber andere Länder, andere Sitten!

 

Blasmusikfest in Wien4.-6.6.1993

 

Aus der Chronik:

Zum zweiten Mal nach dem gemeinsamen Auftritt in Augsburg 1990 vereinigten sich die drei Musikkapellen Vils, Musau und Pisnwang, um gemeinsam unter der Bezeichnung „Blasorchester Raintal“ aufzutreten. Ziel ist die erstmalige Teilnahme am alljährlich abgehaltenen Blasmusikfest in Wien vom 4.-6. Juni 1993. So werden vier „Großproben“ im Gemeindesaal in Pinswang abgehalten und ein sehr anspruchsvolles Konzertprogramm bestmöglich einstudiert.

Die Generalprobe am Dienstag, den 1.6. dauert schließlich von 19:30 Uhr bis 23:15 Uhr!! (zuerst Marschier-, dann Konzertprobe). Die Abfahrt zu Österreichs Hauptstadt erfolgt am Freitag früh bei schlechtem Wetter mittels Omnibus bis Innsbruck, wo noch eine kurze Marschierprobe mit der MK Mutters, die beim Festzug in Wien mit uns einen „Block“ bildet, abgehalten wird.

Nach ziemlich langer Fahrt treffen wir um ca. 15:00 Uhr in der Bundeshauptstadt ein, wo wir im Haus der „Schulbrüder“ Quartier beziehen. Der erste Tagt klingt aus mit einem Besuch des Galakonzertes einer ungarischen Armeekapelle in der Kurhalle Oberlaa. Am Samstag beginnt unsere „Arbeit“ um 9:30 Uhr mit einem einstündigen Konzert am Michaelerplatz. Das Wetter bessert sich immer mehr, sodass wir beim großen Festumzug am Nachmittag schon ganz gehörig ins Schwitzen kommen. Diesen Flüssigkeitsverlust können wir dann allerdings am Abend, der zur freien Verfügung steht, in einem gemütlichen Heurigengärtchen mehr als ausgleichen…

Das Programm am Sonntag beginnt vorerst mit „Playback“-Aufnahmen im Funkhaus, da wir für Fernsehaufnahmen “ausgewählt“ wurden. Die Außenaufnahmen werden dann in der Anlage des Schloss Schönbrunn gedreht, gestalten sich allerdings zu einer wahren Geduldsprobe. Denn dass diese „Prozedur“ bei drückender Hitze soo lange dauern würde, übertraf doch unsere Erwartungen um einiges—und das für nicht ganz 3 Minuten Sendezeit im Fernsehen.

Aber schließlich sind dann doch alle wichtigen Aufnahmen gespeichert und wir können des Weg zum wohlverdienten Mittagessen (nach der Uhrzeit Nachmittgskaffee) mit über 2 Stunden Verspätung antreten. Nach dieser ausgiebigen Stärkung traten wir mit unserem ausgezeichneten Busfahrer und vielen schönen Eindrücken, die uns auch unser freundlicher und umsichtiger Stadtführer, Herr Pohler, vermittelte, wieder die Heimreise an.

Etwas müde und abgespannt von den Strapazen der letzten Tage errecihten wir schließlich um halb zwei Uhr nachts wieder unser Heimatdorf.

 Antwerpen (Belgien) 23.4.—27.4.1998

 

Aus der Tiroler Tageszeitung:

Musik rührte die Werbetrommel

Zum dritten Male nahm der Tourismusverband Reutte und Umgebung am „Austria Festival“ in Antwerpen teil. Dabei war auch die Musikkapelle Pinswang.

Die Reise sollte ein großes Erlebnis gerade für die vielen JungmusikerInnen in der Musikkapelle Pinswang werden. Nach der zehnstündigen Anreise gelangten die Musikanten etwas müde, aber unternehmungshungrig an das Ziel der touristischen Werbeaktion: Antwerpen, Führungen durch die Stadt und das unüberschaubare Hafengelände vermittelten den Pinswangern einen besonderen Eindruck. Nach Unterbringung in einem Fünfsternehotel (Überraschung) und einem kräftigen Essen ging es los. In einem 1000 Personen fassenden Saal konzertierte unter frenetischem Applaus der Austria-Freunde die Musikkapelle Pinswang.

Der Tourismusverband Reutte und Umgebung, vertreten durch Obmann Helmut Kraus und Geschäftsführer Werner Ammann, hatte alle Hände voll zu tun, um aus einer hübsch dekorierten Koje Informationen und Schnäpse auszugeben. Für den ersten Abend waren auch Reuttes belgische Stammgäste schriftlich eingeladen, deren Freude über diese „Dankeschön-Aktion“ des Verbandes sehr große Geschenke förderten die Stammgästebindung.

Mit anderen Musikgruppierungen war an den beiden Folgetagen die Musikkapelle Pinswang sehr gefordert. Besonders anstrengend gestaltete sich ein dreiviertelstündiger Marsch vom Bahnhof durch die Innenstadt zum Rathaus. Bei starkem Wind und etwas Regen bewunderten Tausende von Passanten die marschmusizierende Kapelle. Voraus trugen zwei Marketenderinnen ein Transparent mit der Aufschrift „Reutte und Umgebung—Ihr Urlaubsziel in Tirol“ (in flämischer Sprache).

Am Sonntag nachmittag trafen die Musikanten wieder die Heimreise an. 

Ammann: „Dem Obmann Eduard Ginther und dem Kapellmeister Paul Kaiser ist für die gute Vorbereitung und Durchführung besonderes Lob zu zollen. Allen Teilnehmern, die übrigens keine Gage erhielten, ist für diesen gelungenen Einsatz als Botschafter ihrer Heimat herzlich zu danken.“

 Südtiroler Landesmusikfest in Meran 14.-15.10.2000

 

Aus der Chronik:

Als  Vertreter des Tiroler Blasmusikverbandes fahren wir am Samstag den 14. 10. zum Landesmusikfest nach Meran (Südtirol). Das Busunternehmen der Fa. Zoller bringt uns vorerst von Pinswang nach Prutz, wo das Mittagessen eingenommen wird. In Meran angekommen, steht gleich ein einstündiges Konzert auf dem Programm. Danach geht‘s zur Zimmereinteilung in die Hotels. Dort angekommen bemerkt man erst das Fehlen von Kapellm. Paul, den man in der Hektik beim Konzertsaal (er hatte noch eine Besprechung), glatt vergessen hatte. Nach einigen Suchen trifft er dann etwas später wohlbehalten im 4-Sterne Hotel ein.

Die zweite „Aufregung“ gibt‘s dann beim Abendessen, als unser junger Flügelhornist Haller Michael den „Anschluss“ verpasst, und nicht beim etwas abgelegenen Gastlokal erscheint. Groß ist dann die Erleichterung besonders bei Vater Gebhard, als nach längerem 2Forschen“ der „verlorene Sohn“ gefunden ist.

Das „Dämmerschoppen“ verläuft dann bei ausgeglichener Stimmung für einige Musikanten zu lange.

Wettergleich gaben die Veranstalter dann am Sonntag, denn nach einer ausgesprochen schlechten Wetterphase (1 Woche Dauerregen ist in Südtirol eher selten). Zum großem Festumzug gibt’s sogar ein bisschen Sonnenschein.

Ein kleines „Malheur“ passiert dann noch unserem Tafelträger Haller Sebastian als ihm kurz vor dem Umzug die Stange seiner Tafel bricht—aber noch rechtzeitig repariert werden kann.

Nach dieser eindrucksvollen Veranstaltung und in der Hoffnung, den Tiroler Blasmusik-Landesverband würdig vertreten zu haben, wird in bester Stimmung die Heimreise angetreten.

Weinfest MeranFail-la-ForêtFayl-la-ForêtSchloß SchönbrunnSchloß SchönbrunnAntwerpen

Konzertreise nach Antwerpen  16.-18.11.2007

 

Musikausflug nach Antwerpen:

Wir haben diesen mit einem Engagement durch den TVB Reutte verbunden und haben bei den Austria Freunden in Antwerpen ein Galakonzert gespielt. Die Reise ging am Freitag um 23:00 Uhr in Pinswang los und um 10:00 Uhr waren wir im flämischen Antwerpen. Nach einem Stadtbummel haben wir das Hotel bezogen und sind anschließend zum Konzertsaal gefahren.

Schon beim Einblasen wurde klar, dass dieser Saal für eine Konzert total ungeeignet war. Schon ohne Publikum konnten die Musikanten ihre Vordermänner fast nicht hören, so trocken und akustisch tot war der Raum. Beim Auftritt haben dann wirklich nur drei von 20 Tischreihen etwas von uns gehört. Dadurch konnten wir auch die Stimmung des Publikums nicht wesentlich beeinflussen, was sich letztendlich in einem mauen Applaus manifestierte. 

Auf Wunsch der Veranstalter haben wir unser Konzert nach der Halbzeit dann unser bis dahin angeblich zu konzertantes Programm auf Märsche umgestellt und ebenfalls auf Wunsch des Veranstalters vorzeitig beendet. 

Am nächsten Tag haben wir die 12-stündige Heimreise angetreten…..

 ….aber trotzdem oder gerade deshalb war es ein schöner Ausflug, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

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